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Europe product catalogue
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Kaltumformstähle - Fortiform®

Beschreibung

Die Familie der Fortiform®-Stähle erweitert das ArcelorMittal-Sortiment der ultrahochfesten Stähle (UHSS). Sie bieten die Möglichkeit durch Kaltumformung Bauteile mit hohem Leichtbaupotenzial herzustellen. Diese ultrahochfesten Stähle der 3. Generation ermöglichen durch ihre gegenüber konventionellen höchstfesten Stählen weiterentwickelten mechanischen Eigenschaften eine weitere Gewichtseinsparung unter gleichzeitiger Beibehaltung ihrer Biegbarkeit.

Einordnung der Familie der Fortiform®-Stähle

Anwendungsbereiche

Dank ihrer hervorragenden mechanischen Eigenschaften sind Fortiform®-Stähle besonders für sicherheitsrelevante, crashfeste Fahrzeugteile geeignet.

Typische Anwendungen für Fortiform® Stähle

Bezeichnungen und Normen

  Euronorms VDA 239-100
Fortiform® 980
Fortiform® 1050 CR700Y980T-DH(-UNC,-EG)
Fortiform® 1180
 

Euronorms


VDA 239-100

Zur Information werden in der obenstehenden Tabelle die Europäischen und VDA Normen angeführt, denen die Stahlgüten von ArcelorMittal entsprechen.

Technische Merkmale

Mechanische Eigenschaften
Garantiewerte am unbeschichteten Blech in Bandmitte bei Umgebungstemperatur, ISO Probe 20x80

(ST - Prüfrichtung quer zur Walzrichtung) / SL - Prüfrichtung längs zur Walzrichtung)

  Re (MPa) Rm (MPa) A (%)
L0 = 80 mm
e < 3 mm
Richtung
 Fortiform® 980 600 - 750 980 - 1130 ≥ 19 SL
 Fortiform® 1050 700 - 820 1050 - 1180 ≥ 14 SL
 Fortiform® 1180 850 - 1060 1180 - 1330 ≥ 13 SL

* Diese Garantien können Änderungen unterliegen.

Mikrogefüge des Fortiform® 1050

Chemische Zusammensetzung (%)

  C Mn Si
  Max Max Max
Fortiform® 980 0.25 2.3 2
Fortiform® 1050 0.23 2.3 2
Fortiform® 1180 0.23 2.8 2

Verfügbare Beschichtungen und die weltweite Verfügbarkeit von Produkten

  Unbeschichtet Elektrolytisch beschichtet
  EUR NAM SAM RSA CHI EUR NAM SAM RSA CHI
Fortiform® 980                
Fortiform® 1050                
Fortiform® 1180                
  Extragal® Zagnelis®
  EUR NAM SAM RSA CHI EUR NAM SAM RSA CHI
Fortiform® 980                
Fortiform® 1050                  
Fortiform® 1180                

lieferbar in Innenteilqualität in Erprobung beim Kunden in Entwicklung lieferbar in Außen- und Innenteilqualität (Z)

EUR : Region Europa - NAM : Region Nordamerika - SAM : Region Südamerika - RSA : Region Südafrika - CHI : China

X  lieferbar/ O in Entwicklung
Bitte kontaktieren Sie uns bei Interesse an Produkten im Entwicklungsstadium.

Anwendungs- und Verarbeitungshinweise

Umformung
Die Fortiform® Stähle weisen im Verhältnis zu ihrer Zugfestigkeit eine sehr gute Dehnfähigkeit auf.
Die folgende Abbildung zeigt exemplarisch eine Grenzformänderungskurve für den Fortiform® 1050 mit einer Dicke von 0,8 mm. Die Tiefziehfähigkeit entspricht der des Dual Phase 780, der eine geringere Festigeit aufweist.

Schweißbarkeit

Eignung zum Punktschweißen
Die Fortiform®-Stähle eignen sich bei entsprechender Einstellung der Schweißparameter zum Schweißen mit herkömmlichen Verfahren.
Aufgrund des erhöhten Kohlenstoffäquivalents sind für gute Ergebnisse beim Punktschweißen ein höherer Kraftaufwand und angepasste Zyklen erforderlich.
In der folgenden Tabelle sind exemplarisch die Schweißeigenschaften des Fortiform® 1050 EZ auf Grundlage homogener Schweißverbindungen nach ISO 18278-2 aufgeführt:

  Beschich-tung Dicke (mm) Maximale Intensität (KA) Schweißpunkt-durchmesser (mm) Zug-Scher-Beanspruchung (kN)
Fortiform® 1050 Elektroverzinkt 0,8 8,2 6 10

Dauerfestigkeit

Aufgrund ihrer sehr hohen mechanischen Festigkeit weisen Fortiform®-Stähle eine sehr gute Dauerfestigkeit auf. Die beiden nachfolgenden Abbildungen zeigen exemplarisch die Wöhlerkurven des Fortiform® 1050. Die Dauerfestigkeit, als maximale Spannung ausgedrückt, ist abhängig von der Anzahl der Lastzyklen. Ermittelt wurden die Werte für 2 Belastungsverhältnisse, und zwar bei symmetrischer Wechselzugbeanspruchung R=-1 und bei Dauerbeanspruchung R=0,1.

Wöhlerkurven oder S-N-Kurven der Stähle Fortiform® 1050

Die nachfolgende Darstellung zeigt die oligo-zyklische Kurve oder EN-Kurven desselben Stahls. Sie sind abhängig von der Anzahl der Wechselzüge als Verfolgungsamplituden ausgedrückt (ein Zyklus entspricht zwei Wechselzügen). Weitere unter hoher oder niedriger Anzahl von Lastzylen ermittelte Dauerfestigkeitswerte können auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden.

ArcelorMittal ist bereit seinen Kunden eine Datenbank mit den Dauerfestigkeitsmerkmalen seiner Fortiform®-Stähle zur Verfügung zu stellen.

Crashfestigkeit

Fortiform®-Stähle verfügen aufgrund ihrer sehr hohen Steckgrenze und Bruchfestigkeit über hervorragende Leistungsmerkmale für sicherheitsrelevante Bauteile.

Die Fortiform®-Stähle wurden im Axialkompressionsversuch am Hutprofil mit punktgeschweißter Schließplatte bei einer Aufprallgeschwindigkeit von 56 km/h getestet. Diese Tests haben das hervorragende Crashverhalten dieser Stähle nachgewiesen. Die nachfolgende Abbildung zeigt exemplarisch deren minimal mögliche Gewichtseinsparung im Vergleich zum HSLA380.

Leichtbaupotenzial im Vergleich mit einem HSLA 380 - Stahl (Referenzmaterial)

Die Fortiform®-Stähle wurden im dynamischen 3-Punkt-Biegeversuch bei 30 km/h an Proben mit offenem Querschnitt getestet. Diese Tests haben deren hervorragendes Crashverhalten nachgewiesen. Die folgende Abbildung veranschaulicht die minimal mögliche Gewichtsersparung dieser Stähle im Vergleich zum HSLA 380.

Leichtbaupotenzial im Vergleich mit einem HSLA 380 - Stahl (Referenzmaterial)

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